Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hat eine neue Kommission zur Pflege kritisiert, weil sie aus Sicht des Verbands ohne ausreichende Praxiserfahrung über künftige Strukturen entscheiden wolle. Der Verband warf den Verantwortlichen vor, Menschen aus der täglichen Pflegearbeit nicht ausreichend einzubeziehen.
In einer Stellungnahme sagte der bpa, nach der Bund-Länder-Kommission von Frau Warken erlebe man nun, dass auch Minister Linnemann über die künftigen Strukturen der Pflege ohne jene entscheiden wolle, die diese Strukturen Tag für Tag gestalten und leben.
„Pflegerische Versorgung organisiert man aber nicht am grünen Tisch, nicht an der Uni und nicht in den Amtsstuben“, heißt es in der Erklärung. Pflege werde im direkten Miteinander mit den Betroffenen vor Ort gestaltet und weiterentwickelt.
Die Kommission wäre daher gut beraten, Perspektiven aus der Praxis nach Ansicht des bpa frühzeitig einzubeziehen. Als Ansprechpartner der Mitteilung ist Norbert Grote, Hauptgeschäftsführer des bpa, genannt.
Die Stellungnahme wurde über news aktuell verbreitet.
