Der Sauerländer Familienbetrieb Mennekes hat mit seinem Typ-2-Ladesystem für Elektroautos nach eigenen Angaben den EU-Standard gesetzt. Die Technik wurde 2014 in Europa verbindlich und prägt nach Darstellung des Unternehmens bis heute das Laden von E-Autos auf dem Kontinent.
Walter Mennekes und sein Kollege Voker Lazzaro stellten das System im Februar 2011 in Brüssel bei der Europäischen Kommission vor. Dafür brachten sie eine Box und ein umgebautes Bobbycar mit Ladesocket mit.
Mennekes beschreibt sich als Weltmarktführer bei industriellen Steckverbindern und sagt, durch das Typ-2-System international bekannt geworden zu sein. Das Unternehmen verweist zugleich auf ein deutlich gewachsenes Geschäft: Der Umsatz stieg nach eigenen Angaben von 120 Millionen Euro im Jahr 2014 auf fast 300 Millionen Euro im Jahr 2022.
Beim Kerngeschäft mit Industrie-Steckverbindern sieht sich die Firma weiter breit aufgestellt. Diese Sparte mache etwa die Hälfte des Geschäfts aus, die Produkte würden in mehr als 90 Ländern auf allen Kontinenten verkauft.
Die Entwicklung der Elektromobilität ist für Mennekes inzwischen auch ein schwankendes Marktumfeld. Christopher Mennekes sagte, das Ende des deutschen Umweltbonus für Elektroautos im Dezember 2023 habe den Markt belastet. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts sank die Zahl der neu zugelassenen rein batterieelektrischen Autos in Deutschland 2024 um 27,4 Prozent.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine Position im Geschäft mit Ladeinfrastruktur aus. Mennekes arbeitet nach eigenen Angaben mit anderen Firmen zusammen, darunter Siemens mit dem Planungstool Simaris sowie das Gemeinschaftsunternehmen Chargecloud mit Rheinenergie und Powercloud, um Hardware, Software und Abrechnungsdienste für Ladepunkte anzubieten.
