Nahaufnahme eines Wero-Logos auf einem Schild oder Aufsteller.
Kein Herunterladen der App: Den europäischen digitalen Zahlungsdienst Wero kann man mit der eigenen Banking-App nutzen. Wie funktioniert der Dienst?05.10.2026 | 0:35 min

Wero sucht in Europa weiter den Durchbruch als Paypal-Alternative

Oktober 5, 2026
1 min. lesezeit

Der europäische Bezahldienst Wero ringt weiter um den Sprung zur echten Alternative zu Paypal. Zwar zählt das Angebot in Deutschland rund zehn Millionen registrierte Nutzer, doch nach Einschätzung des Artikels reicht das für einen breiten Erfolg noch nicht aus.

Wero wurde im Juli 2024 von der European Payments Initiative (EPI) gemeinsam mit europäischen Banken und Finanzdienstleistern auf den Markt gebracht. Der Dienst soll Online-Zahlungen innerhalb Europas einfacher, sicherer und unabhängiger von US-Anbietern machen.

Über das Smartphone ermöglicht Wero Echtzeitüberweisungen von Konto zu Konto, ohne dass die IBAN des Empfängers nötig ist. Eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse genügt. Je nach Bank lässt sich der Dienst entweder über eine eigene App oder direkt in der Banking-App nutzen.

Nach Angaben des Artikels dringt Wero bislang noch nicht wirklich in den europäischen Markt vor. Europas Banken hätten seit Jahrzehnten immer wieder versucht, eine pan-europäische Zahlungsinfrastruktur aufzubauen, seien aber gescheitert, heißt es dort. Sebastian Omlor, Professor für Wirtschafts- und Handelsrecht an der Philipps-Universität Marburg, verweist darauf, dass die Zahlungen direkt von Bankkonto zu Bankkonto erfolgen und auf der europäischen Echtzeitüberweisungs-Infrastruktur aufsetzen.

Seit Ende 2025 ist die Bezahlfunktion auch bei Händlern verfügbar, darunter schrittweise Angebote wie Amazon und der Lidl-Onlineshop. Für Verbraucher fallen dabei keine zusätzlichen Gebühren an, Händler zahlen jedoch eine Gebühr, die laut Artikel für die weitere Verbreitung wichtig sein dürfte.

Als offene Baustellen nennt der Artikel außerdem künftige Funktionen wie Abo-Zahlungen, Ratenkauf und Buy-now-pay-later. Barbara Brandl, Wirtschaftssoziologin an der Goethe-Universität Frankfurt, sagt dazu: „Seit Jahrzehnten versuchen europäische Banken eine pan-europäische Zahlungsinfrastruktur aufzubauen, und es ist immer gescheitert.“

Entscheidend wird nach Einschätzung des Artikels, ob Wero im Alltag regelmäßig sichtbar wird und von Händlern breit akzeptiert wird.

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