Nach ihrem Sieg beim Berlin-Marathon ist Tigst Assefa an der Achillessehne operiert worden. Die 29 Jahre alte Äthiopierin dürfte nach Angaben der Meldung rund sechs Monate lang nicht starten.
Ein Sprecher des Berlin-Marathons bestätigte das der Deutschen Presse-Agentur einen Tag nach dem Rennen. Nach Angaben des Portals puravidasports.africa, das sich auf Aussagen von Assefas Manager Gianni Demadonna beruft, fand der Eingriff in München statt.
Assefa war in Berlin zunächst auf Weltrekordkurs unterwegs, ehe sie auf den letzten Kilometern durch die Verletzung deutlich eingebremst wurde und Zeit verlor. Für die 42,195 Kilometer brauchte sie 2:11:04 Stunden.
Diese Marke bedeutete einen Streckenrekord und zugleich die drittschnellste Marathonzeit einer Frau überhaupt. Der Weltrekord der Kenianerin Ruth Chepngetich von 2:09:56 Stunden blieb damit bestehen.
Demadonna schilderte den Verlauf gegenüber RTL/ntv und Sky so: „Ab Kilometer 31 fingen die Schmerzen an, ab dem 40. Kilometer wurden sie dann sehr stark. Es ist unglaublich, wie sie mit dieser Verletzung und diesen Schmerzen überhaupt weitergelaufen ist und das Rennen gewonnen hat“.
Nach seinen Angaben sei die Achillessehne komplett gerissen. Zunächst war allerdings von Krämpfen die Rede gewesen.
Assefa hatte den Berlin-Marathon bereits 2022 und 2023 gewonnen; 2023 stellte sie dort den Weltrekord auf. Am Sonntagabend zeigte sie in einer Instagram-Story zudem ein Bild aus einer kleinen Privatmaschine, auf dem an ihrem rechten Fuß ein medizinischer Spezialschuh zu sehen war.