Dietmar Bartsch hat Forderungen nach einer Brandmauer gegen die Linke in Berlin zurückgewiesen. Der Linken-Politiker grenzte seine Partei zugleich von der AfD ab und sagte in der ntv-Sendung Blome & Pfeffer: „zur AfD werde zu Recht eine Brandmauer gezogen“.
Die von SPD und Grünen erhobenen Forderungen nach einer Abgrenzung zur Linken lehnte Bartsch ab. Nach seiner Darstellung würde eine solche Linie dazu führen, dass Union und SPD gemeinsam mit Unterstützung der Grünen regieren müssten, obwohl beide Parteien bei der Wahl deutlich verloren hätten.
Auch die bisherige Berliner Regierungsverantwortung der Union kritisierte Bartsch. Aus seiner Sicht würden die Einwände gegen die Linke vor allem dazu benutzt, eine Regierungsbildung unter Führung von Elif Eralp zu blockieren, sagte er.
Gleichzeitig verteidigte Bartsch eine Zusammenarbeit der Linken mit SPD und Grünen. Ob es dazu komme, liege bei den Parteien selbst.
Nach der Abgeordnetenhauswahl hatte die Berliner Linke mit breiter Mehrheit beschlossen, SPD und Grüne zu Sondierungen einzuladen. Beide Parteien nahmen die Einladung an. In den Gesprächen soll geklärt werden, ob die Voraussetzungen für Koalitionsverhandlungen vorliegen.
Die Linke war mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden und will mit Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. Als Streitpunkte gelten unter anderem Wohnungspolitik, innere Sicherheit und der Umgang mit Antisemitismus.
Ob am Ende Koalitionsverhandlungen oder sogar eine Koalition zustande kommen, ist offen. Ein Bündnis unter Führung der Linken ist damit möglich, aber noch nicht vereinbart.
Blome & Pfeffer läuft am Montag, 28. September 2026, um 20:15 Uhr und um 23:30 Uhr auf ntv. Die Sendung wird außerdem auf YouTube, ntv.de und RTL+ veröffentlicht.