Ende 2025 bezogen in Deutschland rund 1,3 Millionen Haushalte Wohngeld. Die öffentlichen Ausgaben lagen bei 4,992 Milliarden Euro. Beide Werte waren seit dem Beginn der Zeitreihe 2005 nicht höher.
Im Vergleich zu Ende 2024 stieg die Zahl der Wohngeldhaushalte um 7,2 Prozent beziehungsweise rund 90.000. Die staatlichen Ausgaben kletterten im selben Zeitraum von rund 4,689 Milliarden Euro auf 4,992 Milliarden Euro, ein Plus von 6,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen für die Ausgabenangaben nannte.
Der Anteil der Haushalte mit Wohngeld lag damit bei 3,2 Prozent aller privaten Haushalte, nach 3,0 Prozent Ende 2024. Der durchschnittliche monatliche Anspruch erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 296 Euro.
Nach der gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen Anpassung des Wohngelds an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung ist die Leistung darauf ausgerichtet, einkommensschwachen Haushalten angemessenen Wohnraum zu ermöglichen. Maßgeblich für die Höhe sind Einkommen, Wohnkosten und Haushaltsgröße.
Bei der Zusammensetzung der Empfängerhaushalte stellten Rentner oder Pensionäre in 51 Prozent der Fälle die Haupteinkommensperson. Das entsprach 682.000 Haushalten; 581.000 davon waren Einpersonenhaushalte. In 39 Prozent der Wohngeldhaushalte lebten Kinder unter 25 Jahren, insgesamt 519.000 Haushalte.
82 Prozent der Empfänger waren Hauptmieter. Weitere 10 Prozent lebten in Heimen. Sieben Prozent wohnten im eigenen Zuhause und erhielten einen Lastenzuschuss.
Regional fiel der Zuwachs in Schleswig-Holstein mit 12,9 Prozent am stärksten aus, in Berlin mit 1,7 Prozent am schwächsten. Den größten Anteil an allen Haushalten gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 5,8 Prozent, den kleinsten in Bayern mit 1,9 Prozent. Der durchschnittliche Anspruch lag zwischen 217 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 339 Euro in Hessen.