Die Aktien der Lufthansa haben am Mittwoch um 1,5 Prozent auf 7,09 Euro nachgegeben und damit den letzten Platz im MDax belegt. Als Belastungsfaktor verwiesen Marktbeobachter auf die hohen Ölpreise.
Der Preis für Brent-Öl lag zeitweise bei mehr als 106 Dollar je Barrel. Nach Angaben aus dem Markt belastet das die Aktie des Luftverkehrskonzerns.
JPMorgan-Analyst Harry Gowers schrieb, die seit Anfang Juli um mehr als 65 Prozent gestiegenen Kerosinpreise in Europa bedeuteten für 2027 Ertragsrisiken für die Fluggesellschaften. Zugleich senkte er seine Gewinnschätzungen für die Airlines im kommenden Jahr im Schnitt um rund 25 Prozent.
Als weiterer Faktor gilt, dass Kriege im Nahen Osten eine Entspannung am Ölmarkt bislang verhindern. Sollten die Treibstoffpreise hoch bleiben, seien laut dem Bericht weitere Kürzungen bei der Flugkapazität zu erwarten.
Die Lufthansa-Aktie hatte sich damit weiter auf Distanz zu den Zwischenhochs aus dem Frühjahr bewegt. Ein Unterschreiten der damaligen Tiefs aus März und April würde den schwächsten Kurs seit fast einem Jahr bedeuten.
