Der 105 Jahre alte Familienbetrieb Hudora passt sich nach eigenen Angaben an digitale Konkurrenz und billige Anbieter an. Das Unternehmen aus Erkrath bei Düsseldorf versucht zugleich, seine Marktposition mit Produkten wie dem BigWheel-Roller, Qualität und Markenidentität zu halten.
Hudora wurde 1919 von dem Schlosser Hugo Dornseif in Radevormwald als Fabrik für Schlittschuhe gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen mehrfach neu ausgerichtet und sein Angebot von Skates auf Sport-, Freizeit- und Mobilitätsprodukte ausgeweitet.
Heute verkauft Hudora unter anderem Roller, Basketballkörbe, Schaukeln und Laufräder. Nach Unternehmensangaben ist der Roller die stärkste Kategorie, dort sieht sich Hudora als Marktführer.
Geschäftsführer Hasko Heinrici sagte, Hudora konkurriere nicht nur mit anderen Rollermarken, sondern auch mit Social Media und großen Onlinehändlern wie Amazon. Die Preisunterschiede sind deutlich: Hudora verlangt für Roller nach eigenen Angaben etwa 100 bis 120 Euro, Wettbewerber bieten Modelle für 30 bis 45 Euro an. Bei Trampolinen liegt Hudora bei rund 350 Euro, Konkurrenzprodukte starten bei etwa 150 Euro.
Heinrici verweist daher auf Qualität, Haltbarkeit und Zertifizierung. Er sagte: „Wer schlechte Qualität kauft, kauft zweimal.“
Der Artikel verweist zugleich auf veränderte Gewohnheiten bei Kindern. Laut der genannten Motorik-Modul-Studie sank die Zeit für unorganisierten Sport und freies Spielen im Freien von rund 83 Minuten pro Woche in den Jahren 2003 bis 2006 auf 49 Minuten in den Jahren 2018 bis 2020.
Auch digital versucht Hudora präsenter zu sein. Die Firmenfigur Dora Donkey wird auf Instagram eingesetzt; dort kommt das Unternehmen auf 15.500 Follower.
