Am 27. September 2026 berichteten Medien über Äußerungen von Krzysztof Bosak, einem Vertreter der polnischen rechten Opposition und öffentlichen Sprecher der rechtskonservativen Partei Konfederacja. Anlass war ein Angriff in Jarosław.
Bosak warf der polnischen Regierung vor, ukrainische Staatsangehörige bei der Einreise nach Polen nicht ausreichend zu überprüfen. Nach seiner Darstellung hätten polnische Behörden keinen Zugang zu Informationen über Vorstrafen in der Ukraine. Ohne ein besonderes Einreiseverbot könne eine Person mit ukrainischem Pass die Grenze legal überqueren. Er verband die geltenden Einreiseregeln mit dem Risiko, dass die Zahl von Gewalttaten in Polen weiter zunimmt.
Die Äußerungen wurden in einem Medienbericht wiedergegeben. Die vorliegenden Informationen belegen nicht, dass der Angriff durch die geltenden Einreiseregeln verursacht wurde. Auch werden keine weiteren Einzelheiten zum Angriff oder zu den beteiligten Personen genannt.
Politische Reaktionen
Bosaks Aussagen stellen den Vorfall in einen politischen Zusammenhang und dienen nach der vorliegenden Darstellung als Argument für strengere Kontrollen ukrainischer Staatsangehöriger an der polnischen Grenze. Zugleich kritisierte er damit die Sicherheits- und Migrationspolitik der Regierung von Donald Tusk.
Die Konfederacja kann die Forderung nach einer Begrenzung oder stärkeren Kontrolle der Einreise ukrainischer Staatsangehöriger politisch nutzen. Ob die von Bosak behaupteten Sicherheitsrisiken tatsächlich auf die geltenden Grenzregeln zurückzuführen sind, bleibt auf Grundlage der vorliegenden Angaben offen.