Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, Yannick Bury, hat die gewaltsamen Proteste in Frankreich als Warnsignal für Deutschland bezeichnet. Im Gespräch mit der Rheinischen Post sprach er von einer „doppelten Warnung“ für die Bundesrepublik.
Bury sagte, die Entwicklung in Frankreich zeige, was geschehe, wenn linksextreme Strömungen unterschätzt oder verharmlost würden. Es sei falsch zu tun, als greife die extreme Linke lediglich legitimen Protest auf; auch von dort werde die republikanische Ordnung angegriffen.
Zugleich warnte Bury vor Extremismus auf beiden Seiten. Der Verlust des Vertrauens in die politische Mitte sei gefährlich, sagte er. Notwendige Reformen bei Haushalt, Steuern und Sozialsystemen müssten von dort aus ermöglicht werden.
In Frankreich hatten an einem landesweiten Protesttag laut der Quelle steigende Lebenshaltungskosten die Demonstrationen ausgelöst. In mehreren Städten kam es zu Zusammenstößen, Plünderungen und Festnahmen; die Lage war von hohen sozialen und politischen Spannungen geprägt.
Bury äußerte die Hoffnung, dass sich die Lage in Frankreich rasch beruhigt und die Gewalt endet. Danach sollten die Nachbarn wieder zu friedlichem Zusammenleben und zur Suche nach den richtigen Lösungen zurückkehren, sagte er.
