Vor den Midterm-Wahlen zeichnet der Beitrag ein Bild vergleichsweise robuster US-Finanzen: Der Dollar zeigt Stärke, die Kreditspreads bleiben niedrig und die Gewinnerwartungen für Unternehmen steigen weiter. Zugleich verweist der Autor auf höhere US-Zinsen, die er mit dem Krieg mit Iran und der damit verbundenen Inflation in Verbindung bringt.
Ende September fiel der Euro gegenüber dem Dollar auf ein Jahrestief. Der Beitrag wertet das als Zeichen für die anhaltende Stärke der US-Währung.
Auch am Anleihemarkt sieht der Text bislang keine Warnsignale. Der sogenannte BBB-AAA-Spread sei weiterhin sehr niedrig, sagt Lars Reichel von gettex. Dieser Spread zeige, wie groß die Risikoprämie für Unternehmen mit schwächerer Bonität sei.
Ein niedriger Wert deute darauf hin, dass Anleger kein deutlich höheres Ausfall- oder Refinanzierungsrisiko sehen. Würde der Spread stark steigen, wäre das nach Darstellung des Beitrags ein Warnsignal: Banken und Investoren würden vorsichtiger, Unternehmen müssten für neue Kredite deutlich mehr zahlen.
Realwirtschaftliche Gegenzeichen sieht der Text bisher nicht. Umfragen unter kleinen Unternehmen deuteten auf vergleichsweise guten Kreditzugang hin, regionale Fed-Erhebungen und Auftragserwartungen auf eine anhaltende Investitionsbereitschaft.
Andreas Lipkow von Zertifikatehaus CMC Markets sagte, für das dritte Quartal werde inzwischen ein Gewinnwachstum des S&P 500 von rund 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Zu Beginn des Quartals habe die Erwartung noch bei etwas mehr als 26 Prozent gelegen. Auch ein zweistelliges Umsatzwachstum werde erwartet.
Goldman Sachs rechne den Angaben zufolge kurzfristig mit einem S&P-500-Stand von 8.000 Punkten oder mehr. Der Beitrag kommt damit zu dem Schluss, dass die Lage trotz strafferer Geldpolitik vergleichsweise robust wirkt, weil US-Unternehmen wachsen, die Kreditmärkte funktionieren und die Gewinnerwartungen weiter steigen.
