Als die „krasseste Kürzungswelle, die Dresden seit der Wende erlebt“, empfindet Max Eilers vom „Bündnis Jugend gegen Kürzungen“ die Sparpläne der Landeshauptstadt. Die Kürzungen stehen im Entwurf für den neuen Doppelhaushalt. Am Montag soll sich der Stadtrat dazu einigen. Viele Einrichtungen sind nur bis Ende März finanziell gefördert worden. Mehrere Akteure der Kinder- und Jugendarbeit warnen vor massiven Einschnitten. Auch eine Online-Petition wurde gestartet.
In Dresdens geplantem Rekordhaushalt von 2,3 Milliarden Euro klafft eine Lücke in Höhe einer dreistelligen Millionensumme. Kürzungen sind die Folge. Träger der freien Jugendhilfe warnen vor einer „Alarmstufe Rot“ für die Jugend. Der „Kampagne Jugend und Gleichstellungsarbeit sichern“ zufolge müssen 21 Einrichtungen und Dienste sowie 18 Standorte der Schulsozialarbeit Ende März schließen. Ohne eine Einigung im Stadtrat auf höhere Zuschüsse für freie Träger gebe es noch mehr Schließungen. Ihnen würden dann 30 Prozent des Gesamtetats fehlen.