Musiker Joachim Witt warnt vor möglichen gesellschaftlichen Konflikten durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und fordert frühzeitige soziale Absicherung für Betroffene.
Gegenüber dem Fernsehsender Welt und dem Magazin Rolling Stone sagte Witt, mögliche Betroffene müssten mit Sozialprogrammen und Fonds aufgefangen werden. Er begründete das mit der Einschätzung, dass nicht alle Beschäftigten sofort einen neuen Job fänden.
„Das gibt soziale Unruhen“, sagte Witt.
Der Musiker kritisierte zugleich, dass die sozialen Folgen der Entwicklung bislang zu wenig diskutiert würden. Eine grundsätzliche Antwort darauf, wie für die Menschen in dieser Situation gesorgt werden solle, habe er bisher nicht gehört.
Witt sagte außerdem, er selbst nutze künstliche Intelligenz für seine künstlerische Arbeit. Nach eigenen Angaben verwendet er sie für Anregungen, für die Gestaltung von Plattencovern und teilweise auch für Kompositionen.
Angst vor neuen technischen Entwicklungen habe er nie gehabt, sagte Witt. Bekannt wurde er 1981 mit „Goldener Reiter“, 1998 folgte mit Peter Heppner der Erfolg „Die Flut“.
