Deutsche Behörden haben bis Ende September 2026 insgesamt 14.977 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung registriert. Die Zahl lag damit deutlich über dem Stand des ersten Halbjahres und fast viermal so hoch wie im gesamten Jahr 2025.
Von Januar bis Ende September gingen die Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ein. Für das Gesamtjahr 2025 hatte die Behörde 3.879 Anträge gezählt, bis Ende Juni 2026 waren es 5.862.
Zwischen Ende Juni und Ende September kamen 9.115 weitere Anträge hinzu. Die Anträge werden beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr eingereicht und von dort weitergeleitet.
Das Bundesamt verwies auf die gesetzliche Regelung für dieses Verfahren. Nach Angaben aus dem Artikel steht der Anstieg im zeitlichen Zusammenhang mit dem neuen Wehrdienstgesetz, das seit Jahresbeginn gilt und unter anderem den Versand von Fragebögen der Bundeswehr an alle 18-Jährigen vorsieht.
