Der Bundestag hat die sogenannte Frühstartrente beschlossen. Für Kinder und Jugendliche soll damit eine staatlich geförderte private Altersvorsorge mit zehn Euro pro Monat und Kind eingeführt werden.
Der Gesetzentwurf wurde am Freitag in zweiter Lesung mit den Stimmen von Union und SPD angenommen. Grüne und Linke stimmten dagegen, die AfD enthielt sich.
Die Förderung soll zunächst für Kinder des Geburtsjahrgangs 2020 gelten. Ab 2027 soll dann jedes Jahr der Geburtsjahrgang der im jeweiligen Kalenderjahr Sechsjährigen einbezogen werden.
Vorgesehen ist, dass der Staat monatlich zehn Euro in einen individuellen, kapitalgedeckten Altersvorsorgedepot-Vertrag einzahlt, wenn die Eltern bei einem entsprechenden Anbieter einen Vertrag abschließen. Für ältere Kinder können zwar Verträge abgeschlossen werden, eine staatliche Förderung ist dort aber nicht vorgesehen.
Das angesparte Kapital soll grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr ausgezahlt werden. Private Einzahlungen sollen den Betrag bis zu 6.840 Euro im Jahr erhöhen können.
Für 2027 werden die Kosten der Förderung mit 198 Millionen Euro angegeben, bis 2030 sollen sie auf 411 Millionen Euro steigen. Zum 1. Januar 2028 soll außerdem das Sondervermögen des Bundes „Frühstartrente“ errichtet werden.
