Außenansicht eines UniCredit-Gebäudes an einem sonnigen Tag.
Palazzo Unicredit, ex Banco di Roma, Milano — Pivari.com · CC BY-SA 4.0

Unicredit erhält EZB-Genehmigung für Übernahme von Commerzbank-Anteilen

Oktober 29, 2026
1 min. lesezeit

Unicredit hat von der EZB-Bankenaufsicht die Genehmigung für die Übernahme der Kontrolle über Commerzbank-Anteile erhalten. Der italienische Konzern teilte mit, damit seine Beteiligung an der deutschen Bank über die Schwelle von 30 Prozent hinaus erhöhen zu können.

Die Freigabe gilt nach Angaben des Instituts als zentraler Schritt für den geplanten Aktientausch. Unicredit kann demnach nun weitere Commerzbank-Aktien am Markt kaufen, ohne an eine Obergrenze gebunden zu sein.

Nach Darstellung des Konzerns sollen die verbliebenen regulatorischen Verfahren und Bedingungen für den Abschluss des Angebots bis etwa Ende des Jahres erledigt sein. Dann werde Unicredit rund 50 Prozent der Stimmrechte an der Commerzbank halten und die Bank kontrollieren können.

Unicredit hatte im Mai ein Angebot für alle Commerzbank-Aktien vorgelegt und sich Zugang zu fast der Hälfte der Anteile an dem Dax-Konzern gesichert, teilweise indirekt über komplexe Finanztransaktionen. Das Institut versucht seit rund zwei Jahren, die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen, und hat seinen Anteil trotz Widerstands aus Deutschland ausgebaut.

Die Bundesregierung will betriebsbedingte Kündigungen bei der Commerzbank vermeiden und darauf dringen, dass das Institut als börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleibt. Unicredit erklärte zu der Entscheidung, sie stelle einen wichtigen Meilenstein bei der Übernahme dar und unterstreiche die positive Bewertung der Transaktion durch die EZB sowie das Vertrauen in die soliden Fundamentaldaten und die starke Position des Instituts im europäischen Bankensektor.

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