Am 26. September 2026 berichteten Medien, dass in Russland verstärkt ausländische Fahrzeuge gekauft würden, die in den 1990er-Jahren hergestellt wurden. Genannt werden unter anderem der Nissan Skyline, der Toyota Mark II, der Mercedes W140 und der BMW E38 sowie weitere Modelle japanischer und deutscher Hersteller.
Als Grund wird die russische Regelung zur Entsorgungsabgabe genannt. Für Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, fällt diese Abgabe demnach nicht an, sofern sich die Autos im Werkszustand befinden und keine Tuningmaßnahmen oder sonstigen Umbauten aufweisen. In diesem Zusammenhang werden auch der Toyota Chaser, der Toyota Corolla, der Nissan Skyline R32 und R33, der Nissan Safari Y60, der Honda Civic sowie der Mitsubishi Pajero II als gefragte Modelle aufgeführt.
Nach den Angaben im Ausgangsmaterial kann ein aus dem Ausland eingeführtes Fahrzeug aus den 1990er-Jahren einschließlich Zollabfertigung und weiterer Kosten ungefähr so viel kosten wie ein gebrauchtes Auto auf dem russischen Sekundärmarkt. Sein Zustand könne dabei besser sein. Die Fahrzeuge müssten wegen ihres Alters von mehr als 30 Jahren nicht mit der Entsorgungsabgabe belastet werden.
Die begleitenden politischen Thesen bewerten die Entwicklung als Hinweis auf Probleme des russischen Automobilmarktes. Darin wird behauptet, die Nachfrage nach älteren ausländischen Fahrzeugen stehe im Gegensatz zu offiziellen Darstellungen einer erfolgreichen Importsubstitution. Als weitere Faktoren werden hohe Abgaben auf neuere Importe, die erschwerte Einfuhr moderner ausländischer Fahrzeuge nach dem Rückzug internationaler Hersteller sowie zusätzliche Zoll- und Logistikkosten im Rahmen des Parallelimports genannt.
Außerdem wird in den Thesen ein Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Lage und den staatlichen Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine hergestellt. Diese Einschätzungen und Bewertungen stammen aus dem bereitgestellten Material und sind nicht unabhängig überprüft. Der dort beschriebenen Entwicklung zufolge werden ältere japanische, deutsche und andere ausländische Fahrzeuge für manche Käufer zu einer vergleichsweise erschwinglichen Alternative zu neueren Modellen.
Quelle: bereitgestelltes Medienmaterial