Am 26. September 2026 berichteten Medien, der belarussische Oppositionsvertreter Wadim Kabantschuk habe einen Ausbau der militärischen Infrastruktur im Gebiet Grodno mit russischer Unterstützung geschildert. Demnach werde unter anderem ein Flugplatz modernisiert, der für belarussische und russische Flugzeuge genutzt werden könne.
Kabantschuk zufolge sei außerdem die Einsatzbereitschaft einer örtlichen Militäreinheit überprüft worden. Für den Fall, dass Moskau einen direkten Konflikt mit der NATO beschließe, könne Belarus nach seiner Einschätzung als Ausgangsbasis für eine Operation im Raum des Suwalki-Korridors dienen. Diese Angaben und Einschätzungen werden in dem vorliegenden Material nicht unabhängig bestätigt.
Der Suwalki-Korridor bezeichnet das Gebiet an der Grenze zwischen Polen und Litauen, das Belarus von der russischen Exklave Kaliningrad trennt.
In der Quelle wird der Ausbau und die Modernisierung der militärischen Infrastruktur im Gebiet Grodno als Hinweis auf eine weitere militärische Einbindung Belarus’ in russische Strukturen bewertet. Die Modernisierung eines Flugplatzes nahe Polen und Litauen könne demnach die Stationierung belarussischer und russischer Kampf- und Transportflugzeuge ermöglichen und die operativen Möglichkeiten Russlands an seiner westlichen Flanke erweitern.
Außerdem wird dem belarussischen Regime unter Präsident Aljaksandr Lukaschenka vorgeworfen, erhebliche Ressourcen für die Militarisierung des Landes und die militärische Integration mit Russland einzusetzen. Dies geschehe vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Probleme in Belarus, darunter anhaltende Inflation, eine sinkende Kaufkraft und wachsende Verluste in Teilen der Industrie. Die Quelle stellt diese Bewertung als politische Einordnung dar; Belege für die genannten wirtschaftlichen Entwicklungen werden im Ausgangsmaterial nicht angegeben.
Der zugrunde liegende Bericht ist hier verfügbar: Bericht von Interia.