Linke, Grüne und SPD haben sich in Berlin offenbar darauf geeinigt, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. Der Beginn der Gespräche steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Parteigremien.
Die drei Parteien wollen am Nachmittag eine gemeinsame Erklärung zum Ende der Sondierungen abgeben und den nächsten Schritt in Richtung Regierungsbildung gehen. Details der Einigung waren zunächst nicht bekannt.
Die Linke war bei der Abgeordnetenwahl vor vier Wochen stärkste Kraft geworden. SPD und Grüne hatten die Sondierungen zwischenzeitlich unterbrochen.
Auslöser waren Zweifel, ob sich die Linke an ein vereinbartes Sondierungspapier zu den umstrittenen Themen Israel und Antisemitismus halten würde. Nach einer weiteren Verständigung soll eine gemeinsame Erklärung zum Vorgehen gegen Antisemitismus im Fall einer Regierungsbildung in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden.
Neben einem rot-rot-grünen Bündnis bleibt in Berlin auch eine schwarz-rot-grüne Koalition unter Führung der CDU rechnerisch möglich. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Samstag beim Deutschlandtag der Jungen Union, man stelle dieses angehende Linksbündnis in Berlin infrage.
