Eine Auswertung von Finanztip kommt zu dem Ergebnis, dass manche Kfz-Schutzbriefe bei der Pannenhilfe ähnliche Leistungen wie eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub bieten und dabei günstiger sein können.
Der Geldratgeber hat 18 Schutzbrief-Angebote von Kfz-Versicherungen untersucht. Neun davon erfüllen nach den von Finanztip gesetzten Mindestkriterien die Anforderungen an die Pannenhilfe.
Zu den Anbietern mit erfüllten Kriterien zählen AXA, Continentale, R+V, WGV, HUK-Coburg, HUK24, VRK, LVM, Barmenia und Gothaer. Finanztip nennt für diese Tarife ein Sparpotenzial von bis zu 60 Euro im Jahr.
Die Mindestkriterien umfassen europaweite und unbegrenzte Kostenübernahme für organisierte Pannenhilfe und Abschleppdienste, mindestens drei Hotelübernachtungen à 75 Euro, einen Mietwagen für mindestens drei Tage zu 50 Euro pro Tag sowie mindestens 50 Euro für Taxifahrten.
Die übrigen neun Angebote verfehlen mindestens eines dieser Kriterien. Nach Angaben von Finanztip liegen die vollständig passenden Schutzbriefe bei rund 8 bis 30 Euro im Jahr, sofern überhaupt ein Aufpreis anfällt.
Der günstigste von Finanztip empfohlene Einzeltarif für Pannenhilfe bei einem Automobilclub kostet für Singles 68 Euro im Jahr. Mobilitätsexpertin Kathrin Gotthold-Hildebrandt sagte: „Wer vor allem Pannenhilfe für sein Auto brauche, könne mit einem Kfz-Schutzbrief günstiger fahren als mit einer Mitgliedschaft in einem Automobilclub“.
Finanztip weist zugleich darauf hin, dass Schutzbriefe immer für das versicherte Fahrzeug gelten, unabhängig davon, wer es fährt. Eine Mitgliedschaft bei einem Automobilclub wie ADAC, AvD oder ACE gilt dagegen für die versicherte Person und auch bei anderen Fahrzeugen.
Die Clubangebote enthalten nach Angaben von Finanztip zudem oft weitere Leistungen wie Fahrrad-Pannenhilfe sowie Reise- und Mobilitätsservices. Ob ein Schutzbrief im Einzelfall reicht, hängt daher auch vom gewünschten Leistungsumfang ab.
