Kunden an einem Global-Blue-Schalter für Tax-Free-Refunds
Global Blue Tax Free Ripoff Currency Scam on VAT Refunds — Wayan Vota · BY-NC-SA

Euro erholt sich nach US-Inflationsdaten über 1,12 Dollar

Oktober 25, 2026
1 min. lesezeit

Der Euro hat sich am Donnerstagmorgen gegenüber dem Dollar etwas erholt und notierte zuletzt bei 1,1206 Dollar. Nach dem deutlichen Rückgang am Vortag lag die Gemeinschaftswährung damit wieder über der Marke von 1,12 Dollar.

Zur Wochenmitte war der Euro nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten zeitweise auf 1,1113 Dollar gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025. Die Inflationsrate in den USA war überraschend hoch ausgefallen und hatte Erwartungen an weitere Zinserhöhungen gestützt.

Commerzbank-Devisenexpertin Antje Praefcke sagte, der Euro bleibe gegenüber dem Dollar fundamental geschwächt. Nach den September-Inflationsdaten in den USA sei an den Märkten die Einschätzung vorherrschend gewesen, dass die Federal Reserve restriktiv bleibe.

Sie verwies zugleich darauf, dass in den kommenden Tagen veröffentlichte positive Konjunkturdaten die Zinserwartungen weiter am Laufen halten könnten. Für Oktober rechne sie jedoch damit, dass die US-Notenbank stillhalten werde.

Im Blick blieb auch Frankreich, wo die Sorge der Anleger über die öffentlichen Finanzen zuletzt zugenommen hatte. Praefcke sagte, die Haushaltsdebatte in der französischen Nationalversammlung habe am Mittwoch offiziell begonnen und dürfte bis Jahresende dauern.

Eine Einigung sei schwierig, sagte sie weiter. Zu Beginn seien bereits Hürden sichtbar geworden, weil Sozialisten versucht hätten, die Haushaltsdebatte zu blockieren.

Auch eine Verschärfung der Studentenproteste bis zum Wochenende hält Praefcke für möglich. Neue Nachrichten aus Frankreich dürften den Euro ihrer Einschätzung nach vorerst weiter belasten.

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