Nach dem Milliarden-Vergleich von Meta in den USA fordern Verbraucherschützer auch in Deutschland strengeren Jugendschutz auf sozialen Medien. Die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Ramona Pop, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Schutzmaßnahmen wie Zeitlimits, nächtliche Sperren oder deaktivierte Benachrichtigungen könnten den Nutzungsdruck von Minderjährigen verringern.
Pop betonte zugleich, dass solche Vorgaben noch nicht ausreichten, um junge Menschen wirksam zu schützen. Kinder und Jugendliche bräuchten keine bloßen Nutzungsgrenzen, sondern Plattformen, die von vornherein sicher seien.
Risikoreiche Funktionen sollten erst freigeschaltet werden, wenn Nutzerinnen und Nutzer ihre Volljährigkeit nachgewiesen haben, sagte Pop. Plattformen müssten so gestaltet sein, dass junge Menschen geschützt seien, ohne von digitaler Teilhabe ausgeschlossen zu werden.
Meta hat in den USA einer Zahlung von insgesamt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt und sich zu weitreichenden Änderungen verpflichtet. Der Vergleich schreibt dem Facebook-Mutterkonzern unter anderem Anpassungen seiner Apps für Kinder und Jugendliche vor.
Mehrere US-Bundesstaaten hatten Meta vorgeworfen, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben.