Beim Bundeskongress der Grünen Jugend in Leipzig hat die Nachwuchsorganisation der Grünen kontrovers über den Umgang mit der CDU beraten. Zugleich wurden Henriette Held und Luis Bobga als Bundessprecher wiedergewählt.
Held erhielt 86,29 Prozent der abgegebenen Stimmen, Bobga 73,20 Prozent. Die Mitgliedschaft in der Grünen Jugend soll künftig bis zum Alter von 30 Jahren möglich sein; bislang lag die Grenze bei 28 Jahren.
Viele Delegierte lehnten schwarz-grüne Bündnisse ab. Grünen-Chef Felix Banaszak warb dagegen dafür, sich Optionen gegenüber der Union offenzuhalten, und sagte, es sei keine kluge Option, jede Zusammenarbeit mit der CDU auszuschließen.
Held und Bobga griffen Bundeskanzler Friedrich Merz und die Politik der schwarz-roten Bundesregierung scharf an. Held bezeichnete Merz dabei als „fucking Bundeskanzler“.
Die Grüne Jugend vertritt innerhalb der Partei besonders linke Positionen. Der Streit in Leipzig zeigte vor allem, wie unterschiedlich in der Organisation über künftige Mehrheiten und den Abstand zur Union gedacht wird.
