Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Attacken der CDU auf Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig scharf kritisiert. Bundesvorsitzende Carmen Wegge warf der Union vor, aus Angst vor starken SPD-Frauen persönlich gegen Schwesig vorzugehen.
Wegge sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das sei kein Ausrutscher, sondern „Sexismus mit System“. Gemeint sind Angriffe auf Schwesig beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn.
Dort hatte Johannes Winkel Schwesig angegriffen und ihren früheren Einsatz für Nord Stream 2 mit dem Vorwurf einer Einflussnahme Russlands verknüpft. In Anspielung auf ihre frühere Unterstützung der deutsch-russischen Pipeline warf er ihr vor, sie habe sich von Russland kaufen lassen.
Die CDU hatte zuvor Schwesigs Kritik am Umgang mit Bärbel Bas zurückgewiesen. Hintergrund der Auseinandersetzung sind Äußerungen Schwesigs zum Verhalten der Union gegenüber der Arbeitsministerin, die nach dem Tod ihrer Stieftochter zurückgetreten war.
Winkel sagte zudem, man lasse sich von Schwesig nicht belehren, wenn es um Anstand und Haltung in der deutschen Politik gehe. Der Konflikt reiht sich in den anhaltenden Streit zwischen SPD und Union ein.
