Schaeffler will im defizitären E-Mobilitätsgeschäft Sonderabschreibungen und Rückstellungen von rund 240 Millionen Euro vornehmen. Etwa 220 Millionen Euro davon sollen bereits im dritten Quartal anfallen, wie der Konzern mitteilte.
Der Umsatz der Schaeffler-Gruppe stagnierte im dritten Quartal bei 5,8 Milliarden Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die bereinigte EBIT-Marge sank um 0,3 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent.
Zugleich bestätigte Schaeffler die Prognose für das Gesamtjahr sowie die mittelfristigen Ziele für 2028. Beim Cashflow meldete das Unternehmen eine Verbesserung.
Die Abschreibungen begründete Schaeffler mit anhaltenden Volumenrückgängen bei Projekten europäischer Automobilhersteller, vor allem in China. Im E-Mobilitätsgeschäft habe sich der Verlust im dritten Quartal etwas verringert; die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 13,1 Prozent nach minus 15 Prozent im Vorjahresquartal.
Das Erreichen der Gewinnschwelle bleibt nach Angaben des Unternehmens das zentrale Ziel in diesem Bereich. Im Geschäft mit humanoider Robotik setzte sich der positive Trend aus den Vorquartalen fort.
Dazu hieß es weiter: „Im dritten Quartal 2026 konnten zwei neue chinesische Kunden aus der Region Greater China gewonnen werden.“ Der Auftragseingang in der humanoiden Robotik stieg demnach auf rund 400 Millionen Euro.
Am Markt reagierte die Aktie mit einem Minus von rund 3 Prozent.
