Eine Frau im blauen Blazer spricht am Rednerpult im Bundestag.

Reiche dringt auf zügigen Renten-Gesetzentwurf und Beschluss bis Jahresende

Oktober 4, 2026
1 min. lesezeit

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche dringt darauf, dass der Gesetzentwurf zur geplanten Rentenreform rasch vorgelegt und das Paket noch in diesem Jahr im Bundestag beschlossen wird. Sie richtet ihren Appell an Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas.

Reiche sagte der „Bild am Sonntag“, bis Jahresende müsse das Paket im Bundestag beschlossen sein. Zugleich warnte die CDU-Politikerin die SPD davor, die Empfehlungen der Rentenkommission grundsätzlich aufzuweichen.

„Bas kenne die Erwartungen“, sagte Reiche mit Blick auf den Koalitionsbeschluss vor der Sommerpause. Bas habe diesen mitgetragen, aktiv mitverhandelt und das Ergebnis der Rentenkommission gewürdigt.

Reiche erklärte zudem, sie vertraue darauf, dass die im Kabinett beschlossenen Inhalte und die in langen Verhandlungen vereinbarten Bausteine Bestand hätten. Über mögliche Härtefälle könne gesprochen werden, ein Herausnehmen zentraler Bausteine und deren Freigabe zur Disposition werde sie jedoch nicht unterstützen.

Mit ihrer Forderung erhöht Reiche den Druck auf das Bundesarbeitsministerium, den angekündigten Entwurf vorzulegen. Anschließend muss der Bundestag über die konkrete Ausgestaltung der Reform beraten.

Besonders konfliktträchtig ist laut Quelle die Zukunft der sogenannten Rente mit 63. Gemeint ist damit die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte; für jüngere Jahrgänge liegt das Zugangsalter bereits schrittweise höher.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Nicht verpassen

Friedrich Merz steht vor mehreren EU-Flaggen bei einem Treffen.

Merz fordert vor EU-Gipfel deutlich kleineren EU-Haushalt

Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor dem…
Lublin will Partnerschaft mit Lwiw aussetzen

Lublin will Partnerschaft mit Lwiw aussetzen

Die Woiwodschaft Lublin will ihre seit…
Ministerpräsidentenkonferenz prüft Mehrheitsentscheidungen wegen AfD-Risiko

Ministerpräsidentenkonferenz prüft Mehrheitsentscheidungen wegen AfD-Risiko

Die deutschen Länderregierungen stellen die Arbeitsweise…