SPD-Fraktionschef Matthias Miersch schließt höhere Rentenbeiträge nicht aus, um die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren weiter zu finanzieren. Zugleich stellt er die oft genannte Annahme infrage, die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 bringe zehn Milliarden Euro je Rentenjahrgang ein.
Als mögliche Wege nannte Miersch Einsparungen, zusätzliche Steuermittel und höhere Beiträge. Über die weitere Finanzierung müsse nun im politischen Rahmen entschieden werden, sagte der SPD-Politiker.
Er bekräftigte zugleich seine Forderung, die abschlagsfreie Rente beizubehalten. Die Anerkennung der Lebensleistung berühre das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen, sagte Miersch.
Die Rentenkommission hatte empfohlen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Sie begründete das mit hohen Ausgaben und damit, dass die Regelung Anreize für einen früheren Renteneintritt setzen könne.
Nach Mierschs Darstellung sollen die offenen Fragen nun sachlich mit dem Koalitionspartner besprochen werden. Arbeitsministerin Schweitzer dringt zugleich auf einen Kompromiss, die konkrete Ausgestaltung bleibt damit politisch offen.
