Pascal Reddig, Chef der Jungen Gruppe der Unionsfraktion im Bundestag, fordert vor dem Deutschlandtag der Jungen Union schnellere Reformen. Dazu zählt für den CDU-Politiker die Umsetzung des Rentenkommissionspakets noch in diesem Jahr und ein Ende der Rente mit 63 in ihrer bisherigen Form.
Reddig verlangt von der Koalition schnelleres Handeln bei Reformgesetzen. Die Bundesregierung müsse bei der Alterssicherung zügiger vorankommen, sagte er dem Handelsblatt.
„Niemand will mehr immer neue Reformjahreszeiten hören“, sagte Reddig der Zeitung. Er warnte die Union zudem davor, sich vor unpopulären Entscheidungen zu drücken.
Nach seinen Angaben habe die Union jahrelang für Friedrich Merz geworben, die Erwartungen seien hoch gewesen, aber nicht alle Erwartungen seien erfüllt worden. „Die Rente mit 63 in ihrer jetzigen Form habe keine Zukunft“, sagte Reddig.
Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union soll Bundeskanzler Merz am Samstag sprechen. Reddig erhöht mit seiner Forderung den Druck auf die Koalition, die Rentenpolitik und weitere Reformvorhaben zügiger anzugehen.
Er verlangt dabei eine Reform, die das Rentenniveau nicht steigert und den Anstieg der Beiträge wirksam bremst.
