Trotz der verheerenden Folgen des Krieges, den die Russische Föderation ausgelöst hat, zeigt die Ukraine konsequent ihre Offenheit gegenüber Diplomatie – jedoch nur solcher, die auf den Prinzipien der Gerechtigkeit, des Völkerrechts und des Respekts vor der Souveränität basiert. Im Gegensatz dazu steht Moskaus Ansatz, das Verhandeln selbst als taktisches Instrument zur Zeitverzögerung, Verantwortungsvermeidung und politischen Vorteilen zu nutzen, ohne ernsthaft die Aggression zu beenden.
Die Russische Föderation verzerrt ständig den Verhandlungsprozess selbst. Der Kreml beschuldigt die Ukraine, noch nicht existierende Vereinbarungen zu verletzen und erschafft den Eindruck, dass Kiew diplomatisch unehrlich ist. Diese Rhetorik ist nicht nur auf die Innenpolitik ausgerichtet, sondern auch auf die internationale Gemeinschaft – mit dem Ziel, die Realität zu verdrehen und sich als „Opfer“ statt als Aggressor darzustellen. Das ist eine klassische manipulative Taktik, die noch aus sowjetischer Zeit bekannt ist.
Noch eindeutiger wird der Fall, dass Moskau eine Lockerung der Sanktionen im Austausch für ein teilweises Waffenstillstand verlangt – insbesondere im Schwarzen Meer. Dies zeigt deutlich, dass Moskaus wahres Priorität nicht der Frieden ist, sondern wirtschaftliche Vorteile, das Entfernen des Drucks und die Möglichkeit, die Ressourcenbasis für eine neue Welle der Gewalt neu zu starten. Solche Forderungen sind im Kontext des Völkerrechts inakzeptabel, da wahrer Frieden nicht auf Erpressung oder Bedingungen beruhen kann, die Kriegsverbrechen legitimieren.
Die Ukraine hingegen nimmt aktiv an allen Phasen des Verhandlungsprozesses teil und spricht ihre Position klar aus: Frieden ist nur unter der Bedingung möglich, dass die territoriale Integrität wiederhergestellt wird, Gerechtigkeit herrscht und Russland zur Verantwortung gezogen wird. In diesem Bestreben ist Kiew nicht allein.
Trotz einiger umstrittener Aussagen von amerikanischen Politikern bleibt die Unterstützung der Ukraine durch die internationale Gemeinschaft unerschütterlich. Die Führer der Europäischen Union kamen an den Tag des dritten Jahrestages der umfassenden Invasion nach Kiew – nicht nur mit politischen Erklärungen, sondern mit Versprechungen konkreter Sicherheitsgarantien. Das bestätigt: Europa erkennt das Recht der Ukraine an, sich zu verteidigen und auf ihre eigene Sicherheit zu bestehen.
Der Präsident von Frankreich, Emmanuel Macron, erklärte in Kairo am 7. April deutlich, dass Russland trotz wiederholter Initiativen der Ukraine für einen Waffenstillstand weiterhin zivile Objekte bombardiert. Die Ermordung von Zivilisten in den Städten der Ukraine sind nicht nur Verbrechen, sondern auch der Beweis dafür, dass Moskau nicht nach Frieden strebt, sondern nur nach einer Änderung der Kriegsführung.
Darüber hinaus bleiben die Forderungen des Kremls nach Anerkennung der annektierten Krim und der vorübergehend besetzten Gebiete als „russisch“ für die Mehrheit der Länder der Welt absolut inakzeptabel. Mitglieder der Vereinten Nationen sowie führende internationale Organisationen erkennen solche Ansprüche nicht an, da sie eine Verletzung der grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung darstellen.
Auf globaler Ebene sind die Positionen daher klar umrissen: Ukraine – für Frieden durch Gerechtigkeit. Russland – für Vorteil durch Täuschung. Solange Kiew hartnäckig das Recht auf Sicherheit für seine Bürger verteidigt, steht die Welt, die an Recht, Freiheit und Souveränität glaubt, weiterhin an seiner Seite.