Der deutsche Eisschnellläufer Finn Sonnekalb erwägt wegen des Streits mit dem Deutschen Eisschnelllauf- und Curling-Verband (DESG) einen Wechsel ins Ausland. Der 19-Jährige sagte der ARD-„Sportschau“, er habe Angebote aus den USA und den Niederlanden erhalten und bereits Gespräche geführt.
Besonders einen Wechsel zum niederländischen Team und nach Heerenveen zieht Sonnekalb nach eigenen Angaben in Betracht. Dort könne er „mit den besten Sportlern der Welt trainieren“, sagte er.
Sonnekalb kritisierte zugleich den Druck rund um die Athletenvereinbarung. Er wolle die Vereinbarung nicht unterschreiben und seinen Heimatort nicht „unter Druck gesetzt“ verlassen.
Der Konflikt steht im Zusammenhang mit einer geplanten Strukturreform im deutschen Eisschnelllauf. Nach Angaben des Artikels will die DESG die Nationalkader in Inzell und Berlin bündeln. Erfurt und Chemnitz sollen vor allem in der Nachwuchsarbeit eine Rolle behalten.
Die Erfurter Athleten hatten die Athletenvereinbarung nur mit zusätzlichen Forderungen unterschrieben, die der DESG zufolge nicht akzeptiert wurden. Damit sei die zunächst fristgerecht unterschriebene Vereinbarung ungültig geworden.
Bei einem Spitzentreffen verständigten sich die Seiten zuletzt auf ein Moratorium. Die DESG erklärte gegenüber der „Sportschau“, sie werde dieses bis Ende 2026 einhalten und bis dahin zu den konkreten Streitpunkten keine weitere Stellung nehmen.
