Die EU und China haben sich darauf verständigt, die Einfuhr chinesischer Plug-in-Hybride in die Europäische Union zu begrenzen. Für das erste Jahr soll eine Obergrenze von 350.000 Fahrzeugen gelten.
Nach Angaben von EU-Beamten würde das die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken. Die Quote soll danach jährlich um sechs Prozent steigen und nach vier Jahren auslaufen.
Die ersten konkreten Maßnahmen zur Begrenzung der Einfuhren werden nach Angaben aus Brüssel für Anfang Dezember erwartet. Ein Beamter sagte, China habe dem zugestimmt.
Die Europäische Kommission schätzt nach Angaben von Beamten, dass der Absatz chinesischer Plug-in-Hybride in der EU in diesem Jahr auf rund 800.000 Fahrzeuge steigen könnte. Die Begrenzung soll für alle Plug-in-Hybride aus China gelten, auch für Modelle europäischer Hersteller, die dort produziert werden.
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich am vergangenen Freitag in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao getroffen. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund eines zuletzt verschärften Handelsstreits zwischen der EU und China statt.
Bereits 2024 hatte die EU Sonderzölle auf Elektroautos aus China eingeführt. Nach Angaben aus der EU fürchtet Brüssel zudem, dass chinesische Fahrzeuge europäische Hersteller wegen ihrer niedrigeren Preise verdrängen könnten.
