Die EU-Kommission hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen Nestlé und der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity für die Auslagerung des Wassergeschäfts des Schweizer Konzerns genehmigt.
Nach Angaben der Brüsseler Behörde bestehen keine wettbewerbsrechtlichen Einwände gegen die Transaktion. Die Prüfung erfolgte in einem vereinfachten Verfahren.
Nestlé und Platinum Equity wollen das Geschäft mit Marken wie Perrier, San Pellegrino und Henniez in das Gemeinschaftsunternehmen Peranel einbringen, das seinen Sitz in Paris haben soll. Beide Partner sollen je 50 Prozent an der Gesellschaft halten.
Die Transaktion bewertet die Sparte mit 4,9 Milliarden Euro beziehungsweise rund 4,5 Milliarden Franken. Nestlé rechnet aus dem Teilverkauf mit Einnahmen von 2,8 Milliarden Franken.
Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen. Das Wassergeschäft erzielte 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Franken und steuerte knapp 4 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Die Sparte gilt seit Jahren als Belastung für den Konzern und war unter anderem durch juristische Probleme wegen unzulässiger Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich belastet. Die Auslagerung ist Teil des Konzernumbaus unter Nestlé-Chef Philipp Navratil.
