Der Euro hat am Donnerstag zugelegt und seine Verluste vom Vortag wieder aufgeholt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1220 US-Dollar gehandelt.
Damit lag der Kurs wieder über der Marke von 1,12 Dollar, nachdem der Euro am Morgen noch deutlich darunter notiert hatte. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1208 Dollar fest, nach 1,1195 Dollar am Mittwoch.
Am Vortag hatte der Euro nach einem überraschend starken Anstieg der Inflation in den Vereinigten Staaten unter Druck gestanden. Zwischenzeitlich fiel er auf 1,1113 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025.
In der Folge hatte sich die Spekulation auf weiter steigende Zinsen durch die US-Notenbank Fed zeitweise verstärkt und dem Dollar Auftrieb gegeben. Am Nachmittag belastete auch ein unerwartet starker Anstieg der US-Erzeugerpreise im September die Gemeinschaftswährung nicht mehr zusätzlich.
Die EZB setzte für einen Euro außerdem 0,84610 britische Pfund, 177,06 japanische Yen und 0,9305 Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete 4.159 Dollar und damit rund 53 Dollar mehr als am Vortag.
In einem Marktkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen hieß es: „Die unerwartet hohe US-Inflation hat die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der US-Notenbank in den kommenden Quartalen nur temporär angeheizt“.
