Varta hat seine Haushaltsbatterie-Sparte in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Nach Angaben des Unternehmens sollen dabei rund 990 Arbeitsplätze erhalten bleiben; betriebsbedingte Einschnitte seien nicht vorgesehen.
Die Sparte des insolventen Varta-Konzerns ist damit unabhängig geworden. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Trennung des wirtschaftlich erfolgreichen Verbrauchergeschäfts von der Varta AG genehmigt, teilte das Unternehmen mit.
Die Produktion für Haushaltsbatterien läuft vor allem im baden-württembergischen Dischingen, nach Unternehmensangaben in drei Schichten. Dort will die neue Gesellschaft weiter investieren.
Der neue Firmenchef Mark Munz sprach in diesem Zusammenhang von „Sicherheit für die Mitarbeitenden sowie Vorteile für Deutschland und die Region insgesamt“.
Für die eigenständige Gesellschaft sieht Varta Wachstumspotenzial. Bis 2029 erwartet das Unternehmen im Schnitt ein jährliches Umsatzplus von drei bis vier Prozent.
Die Varta AG hatte Mitte Juli für die Muttergesellschaft und drei weitere Einheiten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Die Haushaltsbatterie-Sparte war davon nach Unternehmensangaben nicht betroffen.
