Das für Dienstagmittag geplante Gespräch zwischen Linken-Vorsitzendem Luigi Pantisano und Vonovia-Chef Luka Mucic ist kurzfristig abgesagt worden. Nach Angaben der Partei kam es zuvor zu Streit über die Teilnahme eines unabhängigen Journalisten und über den Ort des Treffens.
Das Gespräch sollte zwischen Pantisano und dem Chef des größten privaten Wohnungskonzerns Deutschlands stattfinden. Die Linke teilte mit, Vonovia habe die Anwesenheit eines unabhängigen Journalisten abgelehnt.
Pantisano sagte, der Konzern habe auf einem Gespräch hinter verschlossenen Türen bestanden. Die Partei habe daraufhin einen neutralen Raum in unmittelbarer Nähe des Bundestages organisiert.
Vonovia habe anschließend darauf bestanden, das Treffen in die eigene Konzernzentrale zu verlegen, sagte Pantisano. Er erklärte zugleich, er und die Linke seien auch dazu bereit gewesen.
Die Linke teilte mit, die Einladung zu einem offenen Gespräch bleibe bestehen. Pantisano warf Vonovia vor, eine bestehende Vereinbarung gebrochen zu haben, und sprach von einer Hinhaltetaktik.
„Wir machen keine Hinterzimmerpolitik. Wir sind nicht die CDU“, sagte Pantisano. Zugleich betonte er: „Unsere Fragen liegen auf dem Tisch. Jetzt ist Vonovia am Zug“.
Der Vorgang fällt in eine anhaltende Debatte über Transparenz in der Wohnungspolitik. Private Wohnungsunternehmen stehen dabei unter besonderer öffentlicher Beobachtung, wenn es um Mieten, Modernisierungen und Unternehmensentscheidungen geht.
