Nach einer Schufa-Auswertung geraten in Deutschland mehr Verbraucher in Zahlungsschwierigkeiten. Der Anteil der Verbraucher mit Zahlungsstörungen stieg im vergangenen Jahr auf 8,1 Prozent, nach 7,9 Prozent im Vorjahr.
Die Auskunftei verwies dabei auf hohe Lebenshaltungskosten und die schwache Konjunktur. Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz sagte, ein zunehmender Teil der Verbraucher gerate finanziell unter Druck.
Die Zahl der Menschen, die erstmals in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, nahm 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent zu. Auch die Zahl der Anträge auf Privatinsolvenz stieg im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent auf 88.000.
Mehr als die Hälfte der neuen Privatinsolvenzen wurde im vergangenen Jahr von Menschen zwischen 30 und 49 Jahren beantragt. Weitere 13 Prozent entfielen auf die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, ein Prozent auf Menschen über 74 Jahre.
Nach Angaben der Schufa beruhen die Angaben auf historischen Daten aus dem archivierten Bestand zum 31. Dezember 2025 mit Informationen zu rund 69 Millionen Verbrauchern in Deutschland. Birkholz sagte zugleich, sie sehe keine Verschuldungskrise in Deutschland.
