Die Brauerei Rupp Bräu aus Lauenau im Landkreis Schaumburg hat Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Moritz Sponagel bestätigte die Anmeldung dem NDR.
Das Amtsgericht Bückeburg soll das Verfahren Anfang November eröffnen. Nach Angaben aus dem Unternehmen läuft der Brauereibetrieb weiter normal, die Brauerei bleibt in Familienbesitz.
Geschäftsführerin Kerstin Rupp bezeichnete den Schritt als Maßnahme zur Umstrukturierung. Zugleich sagte sie, das Unternehmen sei zu keiner Zeit zahlungsunfähig gewesen.
Die Gehälter der Mitarbeitenden werden seit August vorfinanziert. Zur Brauerei gehört auch die Gaststätte Felsenkeller, die ab dem 1. November unter neuer Leitung geführt wird.
Rupp Bräu wurde 1861 von Sebastian Rupp gegründet und blickt auf mehr als 160 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Die Insolvenz fällt in eine Phase weiterer Belastungen für die deutsche Brauereibranche; im Juni hatte auch die Braunschweiger Wolters-Brauerei Insolvenz angemeldet und die Schließung ihres Produktionsstandorts angekündigt.
