Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag beim Deutschen Arbeitgebertag für ein Ende der abschlagsfreien Frühverrentung geworben. Bei der Veranstaltung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sagte er, das Ende dieser Regelung mache die Rente gerechter.
Merz erklärte, gesund und fit abschlagsfrei früher in Rente zu gehen, sei „weder gerecht noch für die Rentenversicherung und die Volkswirtschaft leistbar“. Zugleich verwies er darauf, dass immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren müssten.
Die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ zählt zu den zentralen Streitpunkten der geplanten Rentenreform. Gemeint ist die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die nach 45 Beitragsjahren einen abschlagsfreien früheren Renteneintritt ermöglicht.
Die Rentenkommission hatte sich für ein Ende dieser Regelung ausgesprochen. Nach den Vorschlägen wären abschlagsfreie Ausnahmen nur noch in begrenztem Umfang denkbar.
Gegen die Pläne gibt es zahlreiche Gegenstimmen aus der SPD und aus Teilen der Union. Der künftige Arbeitsminister Alexander Schweitzer hat sich in der Vergangenheit gegen Teile der Vorschläge der Altersicherungskommission ausgesprochen.
